Das Werkstattgespräch der CDU-Fraktion stand unter dem Motto „Kein Kind in Armut! Kinderarmut in Nordrhein-Westfalen gemeinsam entgegentreten“.

Impulsgeber für das Werkstattgespräch waren Sozialminister Karl-Josef Laumann, Prof. Dr. Irene Gerlach, wissenschaftliche Leiterin des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik, und Dr. Regina von Görtz, Projektleiterin „LebensWerte Kommune“ der Bertelsmann Stiftung.

Dazu erklären der arbeitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Peter Preuß, sowie der familienpolitische Sprecher,  Jens Kamieth:

„Die Entwicklung der Kinderarmut in Nordrhein-Westfalen ist dramatisch und auf einem neuen Höchststand: Beinahe jedes fünfte Kind ist arm. „Kein Kind zurücklassen!“ war einmal das zentrale Projekt von Rot-Grün und der damaligen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Die dramatischen Zahlen der Jahr für Jahr wachsenden Zahl der Kinder in Armut lassen jedoch leider am Erfolg zweifeln. Für die NRW-Koalition liegt der Schlüssel gegen Kinderarmut bei einem integrierten Ansatz aus Wirtschafts-, Familien- und Bildungspolitik. Der gestrige Austausch zwischen den Experten, Gästen und Abgeordneten hat gezeigt, dass wir uns damit auf dem richtigen Weg befinden.

Kinderarmut ist mit zwei wesentlichen Faktoren zu erklären: die Familienstruktur und nicht vorhandene Elternerwerbstätigkeit. Hauptziel der Politik muss es daher sein, Eltern in die Erwerbstätigkeit zu bringen. Vor allem muss die Müttererwerbstätigkeit gesteigert werden. Daher schaffen wir als NRW-Koalition die Rahmenbedingungen damit Wirtschaft und Arbeitsmarkt sich weiter gut entwickeln. Denn gute Arbeitsplätze sind die beste Armutsbekämpfung. Außerdem wollen wir mehr Anreize für den Ausbau einer familienbewussteren Personalpolitk bei den Arbeitgebern schaffen.     

Darüber hinaus können mit dem neuen Landesprogramm „Zusammen im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern“ Einzelinitiativen vor Ort Kinderarmut entschärfen. Die 8 Millionen Euro Fördergelder sorgen dafür, dass die Hilfe genau da ankommt, wo sie auch gebraucht wird. Denn gerade Kinder armer Familien werden häufig schlechter von unterstützenden Angeboten erreicht als andere. Dafür ist die bessere Aufklärung über Hilfsangebote ein weiterer wichtiger Faktor. Wenn sich beispielsweise Familien an ihren Arzt wenden und ihre Sorgen teilen, müssen diese besser informiert werden, welche staatlichen Anlaufstellen für die familiäre Versorgung geeignet sind. Die vielen konstruktiven und inhaltlich verfolgenswerten Anregungen nehmen wir nun mit und lassen sie in unsere parlamentarische Arbeit einfließen.“


Foto (v.l.n.r.): Jens Kamieth, familienpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, Bodo Löttgen, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion, Dr. Regina von Görtz, Projektleiterin „LebensWerte Kommune“ der Bertelsmann Stiftung, Prof. Dr. Irene Gerlach, wissenschaftliche Leiterin des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik, und Peter Preuß, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion