Im Rahmen der Tagung der gesundheitspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Landtagsfraktionen in München fordert der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion NRW eine breite Diskussion in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen zur Widerspruchslösung in der Organspende.

Die Bereitschaft zur Organspende ist seit Jahren rückläufig. Die Organspenderzahlen in NRW sind drastisch zurückgegangen von 186 Spendern im Jahr 2015 auf 146 Spender in 2017. Nordrhein-Westfalen lag damit im vergangenen Jahr im Vergleich der sieben Organspenderregionen in Deutschland an letzter Stelle (8,2 Spender pro 1 Mio. Einwohner in NRW / Bundesweiter Durchschnitt = 9,7 Spender pro 1 Mio. Einwohner).
 
Angesichts der Entwicklung fordert Preuß nun dringend eine Diskussion in Politik und Gesellschaft über das Thema Organspende. Auch die sogenannte Widerspruchslösung muss Inhalt dieser Debatte sein. Die Regel besagt, dass wer zu Lebzeiten nicht widerspricht, nach seinem Ableben automatisch Organspender ist. Die Widerspruchslösung gilt bereits in 18 Ländern (Bulgarien, Frankreich, Irland, Italien, Lettland, Liechtenstein, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, der Türkei, Ungarn und Zypern).
 
Preuß macht deutlich: „Das Thema ist schwierig und emotional, doch Organspende rettet Leben. Jeder könnte einmal betroffen sein, dass er eine Organspende benötigt oder er vor der schweren Aufgabe steht, für einen Angehörigen entscheiden zu müssen. Wir dürfen diese schwierige Auseinandersetzung nicht weiter aufschieben.“