In den vergangenen Wochen haben mich als gesundheitspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion NRW zahlreiche Schreiben zur Finanzierung der Altenpflegeausbildung erreicht. Aufgrund der hohen Anzahl der Schreiben möchte ich mich auf diesem öffentlichen Weg bedanken und antworten.

Ich kann die Kritik an der Finanzierung und auch die Sorge und die Argumente bezüglich der Problemlage gut nachvollziehen.

Unsere älter werdende Gesellschaft und die zunehmende Pflegebedürftigkeit stellen die politischen Akteure vor große Herausforderungen, bei denen die Themen Umsetzung der Pflegeberufereform, Stärkung der Ausbildung und Ausbildungs-finanzierung in der Altenpflege höchste Priorität haben müssen.

Die Altenpflege ist ein anspruchsvoller und komplexer Beruf, für den ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz und Professionalität sowie viel Empathie für die Pflegebedürftigen erforderlich ist. Dabei müssen sowohl die Altenpflegerinnen und Altenpfleger als auch die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen, die von der Förderung der Pflegeausbildung auch mittelbar profitieren, in Nordrhein-Westfalen unterstützt werden.

Durch das Pflegeberufereformgesetz ist auf Bundesebene ein großer und wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung der Pflegeausbildung unternommen worden, dessen Umsetzung nun in Nordrhein-Westfalen bestmöglich erfolgt.
Dafür plant die Landesregierung zunächst, die Schulkostenpauschale in dem so wichtigen Ausbildungsbereich der Altenpflege spürbar zu erhöhen.

Es sind für das Jahr 2019 im Haushaltsentwurf der Landesregierung weitere 22,5 Millionen Euro und somit insgesamt 85,5 Millionen Euro zur Finanzierung von Schulplätzen in der Altenpflege vorgesehen.
Das Anliegen der NRW-Koalition ist es, die Ausbildung und die Arbeit in der Altenpflege attraktiv zu gestalten und zu fördern, damit sowohl die Altenpfleger und Altenpflegerinnen als auch die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen im Rahmen der Altenpflege unterstützt und entlastet werden.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Preuß MdL
Sprecher der CDU-Landtagsfraktion für Arbeit, Gesundheit und Soziales