Zur gestrigen Auswertung zur Anhörung über die Einrichtung einer Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen erklären der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Peter Preuß, und der Pflegebeauftragte der CDU-Fraktion, Oskar Burkert:

Peter Preuß: „Wie so oft bei dieser Regierung wurde wertvolle Zeit verspielt. Während die Fraktionen von SPD und Grünen verhalten die Erfahrungen in den Bundesländern, die eine Pflegekammer auf den Weg gebracht haben, abwarten wollen und die FDP ein grundsätzliches Problem mit den Pflichtmitgliedschaften hat, hält die Ministerin eine umfassende Befragung in der Alten- und Krankenpflege für nötig. Damit unterstützt sie den CDU-Antrag vom April 2014, der damals schon eine Meinungsumfrage bei allen Beteiligten in der Pflege forderte, aber von den regierungstragenden Fraktionen abgelehnt wurde. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Ministerin durchsetzt und die Weichen für die Errichtung einer Pflegekammer stellt.“

Oskar Burkert: „Die notwendigen Schritte zur Einrichtung einer Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen müssen schnell erfolgen, um nicht weiter Zeit zu verlieren. Statistiker haben diese Woche die erschreckenden Zahlen vorgelegt, nach denen bis 2060 bis zu eine Million Pflegebedürftige in Nordrhein-Westfalen erwartet werden. Das bedeutet einen Anstieg um 63 Prozent. Diese Zahlen lassen die Errichtung einer Pflegekammer noch dringender und nötiger erscheinen. Eine Pflegekammer trägt zur Professionalisierung in der Pflege bei, sichert das Qualitätsniveau und wertet den Pflegeberuf auf.“