Zu den Konsequenzen aus den Medikamententests an Kindern und Jugendlichen in den 1950er bis 1970er Jahren erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Peter Preuß:

„Diese Menschenversuche müssen vollständig aufgeklärt werden. Der Staat steht hier in der Pflicht und trägt Verantwortung – auch für die Vorgänge der Vergangenheit. Ebenso wichtig ist es, dass wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Es darf unter keinen Umständen passieren, dass in der heutigen Zeit Schutzbefohlene benutzt werden können. Die CDU-Fraktion hat daher im zuständigen Gesundheitsausschuss einen Bericht angefordert, der die Vorkommnisse in Nordrhein-Westfalen genau ausleuchten soll. Ministerin Steffens muss darstellen, welche Kontrollmöglichkeiten es gibt und wie sie angewandt werden.

Es ist unfassbar, dass die schlimmen Missbrauchstatbestände in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, den Heimen der Behindertenhilfe oder psychiatrischen Einrichtungen noch zu toppen sind. Jetzt ist zufällig ans Tageslicht gekommen, dass in der Zeit von 1950 bis 1975 Medikamente an tausenden Kindern und Jugendlichen getestet wurden, die oft erst zwei Jahre alt waren. Wir alle sind gefordert, möglichen Angriffen auf Leib und Seele von Kindern und Jugendlichen einen Riegel vorzuschieben.“

Der Antrag der CDU-Fraktion ist als Anlage beigefügt.