Die Krankenhäuser sind eine der tragenden Säulen des Gesundheitswesens und der medizinischen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen. Die 354 Krankenhäuser im Land betreuen circa 4,5 Millionen Patientinnen und Patienten pro Jahr. Sie beschäftigen bei einem Jahresumsatz von 20 Milliarden Euro gut 257.000 Menschen und bilden etwa 22.500 Personen aus.

Als gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion kritisiert Peter Preuß, dass die Fördermittel des Landes seit Jahren konstant bei nur 500 Millionen Euro liegen und die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen gravierend unterfinanziert sind.

Ohne grundlegende Strukturänderungen wird dieses Problem nicht gelöst werden können, so Preuß.
Die duale Finanzierung der Krankenhäuser soll grundsätzlich beibehalten werden. Diese sieht vor, dass die notwendigen Investitionskosten (Einrichtung und Umbau von Gebäuden, Anlagegüter wie medizinische Geräte etc.) durch die Bundesländer getragen werden, während die Betriebskosten (Personal, Verbrauchsgüter, Erhaltung von Gebäuden und Geräten etc.) über die gesetzlichen und privaten Krankenkassen sowie Selbstzahler abgerechnet werden.

Das Ziel muss eine nachhaltige, bedarfs- und qualitätsorientierte Landesfinanzierung sein, die den zukünftigen Aufgabenstellungen, die Krankenhäuser zu bewältigen haben, gerecht wird.

Der Zustand der Unterfinanzierung der Krankenhäuser ist für Preuß nicht tragbar und gefährdet langfristig die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Die CDU will diesem Problem nach der Landtagswahl am 14. Mai mit einem Drei-Stufen-Plan entschlossen entgegen treten:

1. Stufe: Soforthilfe
Dreistelligen Millionenbetrag sofort in den Haushalt einstellen, um drängenden Investitionsstau zu beheben.

2. Stufe: Strukturen für qualitätsorientierte gesundheitliche Versorgung ordnen
Regionale Expertengremien unter Leitung eines Mediators einsetzen, mit dem Ziel ein Konzept der regionalen Versorgungsstrukturen für eine qualitätsorientierte gesundheitliche Versorgung - entsprechend der Bevölkerungsgruppen und individuellen Bedürfnisse - zu erarbeiten.

3. Stufe: Finanzierung sicherstellen
Bereitstellung weiterer nötiger Finanzierungsmittel durch ein bedarfsorientiertes Investitionsprogramm.

Für Preuß steht fest, dass schnell und konsequent gehandelt werden muss. Zusätzliches Geld alleine könne keine strukturellen Probleme lösen, sondern diese nur in die Zukunft verschieben.