Für den gesundheitspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Peter Preuß, muss die Sicherstellung der Pflege, ambulant wie stationär, zukünftig gewährleistet sein. Pflegebedürftige sollen die Form ihrer Versorgung selbst wählen können. Dabei soll jeder solange wie möglich in der gewohnten Umgebung wohnen und leben können. Das setzt eine städtebauliche Entwicklung des Wohnumfeldes voraus. Ambulante wie stationäre Versorgung, Nahversorgung und Erreichbarkeit der ärztlichen Versorgung sind dabei zu berücksichtigen.

Eine zentrale Forderung der CDU-Landtagsfraktion ist die Errichtung einer Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen. Sie setzt die Pflegenden in die Lage, ihre berufsrechtlichen Belange selbstverwaltend zu regeln.

Für Preuß müssen die notwendigen Schritte zur Einrichtung einer Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen schnell erfolgen. Laut einer Statistik soll es in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2060 bis zu eine Millionen Pflegebedürftige geben. Das bedeutet einen Anstieg um 63 Prozent. Diese Zahlen zeigen die Notwendigkeit und Dringlichkeit einer Pflegekammer im Land. Die Pflegekammer würde zur Professionalisierung in der Pflege beitragen, ein einheitliches Qualitätsniveau sichern und dazu führen, den Pflegeberuf insgesamt aufzuwerten. Das sind Grundvoraussetzungen für eine gesicherte Pflege in Zukunft.

Bei Themen wie der Ausbildung, der fairen Bezahlung von Pflegekräften sowie der Umsetzung des Leitspruchs „Ambulant vor stationär“ herrscht nach wie vor Handlungsbedarf. Auch hier könnte eine Pflegekammer einen wichtigen Beitrag leisten und den Pflegeberufen endlich eine einflussreiche Stimme geben.